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Wasser in der Sahara - oder: Weltklasse á la Kicker

22. Juli 2010, 16:09 · 19 Kommentare

Jede Sommer- und Winterpause ist es ein Ritual in Nürnberg. In den Räumen des Olympia Verlags setzt sich eine Gruppe honoriger Sportjournalisten zusammen und konzipiert die halbjährliche Leistungsschau des deutschen Fußballs. Die Kicker Ranglisten.

Ob Weltklasse, Internationale Klasse, im weiteren Kreis oder Blickfeld - bei Fans wie Profis sorgen die regelmäßigen Einstufungen jedes mal für intensive Diskussionen.

Doch die Einstufung krankt sowohl an einem kapitalen Konstruktionsfehler wie auch an übermäßig kritischen Ansprüchen des Kickers.

Angefangen mit der Bezeichung und Aufteilung der einzelnen Kategorien, hier tut man sich mit den Begriffen “Weltklasse” und “Internationale Klasse” überhaupt keinen Gefallen.

Was wollen diese Begriffe eigentlich aussagen? Was bedeutet Weltklasse? Was ist “Internationale Klasse”? Überhaupt, was ist “im weiteren Kreis”? Welcher Kreis? Der Kreidekreis? Und das “Blickfeld”? Sollte bei einer professionellen, ernsthaften Beobachtung des deutschen Fußballs nicht jeder Spieler irgendwie “im Blickfeld” sein? Nur mal rein von der Bedeutung des Wortes her gesehen.

Der Kicker trägt zur Aufklärung auch nicht bei. Eine Bestimmung der Anforderungen hat man selten bis nie gelesen, wird man auch wohl nicht. Ist es eine absolute Einstufung? Eine relative? Man weiß es nicht.

Der Begriff “Weltklasse”, das vierblättrige Kleeblatt des Fußballs, drückt eine Art höchste Ehre aus. Aber der Kicker setzt dies natürlich nicht relativ an. Das heißt, der beste deutsche Torhüter ist nicht zwangsläufig Weltklasse. Dafür bedarf es offenbar mehr. Wieviel mehr? Man könnte versuchen, den Begriff Weltklasse folgendermaßen zu umschreiben:

Weltklasse ist, wer aufgrund seiner Leistungen in jeder Mannschaft dieser Welt einen Stammplatz hätte.

Aber wäre diese Voraussetzung nicht zu eng? Muss es wirklich Barca-Qualität sein, damit ein Spieler “Weltklasse” ist? Und im Gegenzug, ist wirklich jeder Spieler von Barca, Madrid oder Man Utd Weltklasse? Genügt es nicht auch, wenn man in seiner Mannschaft unumstrittener, herausragender Leistungsträger ist? Muss es Leistung in der Champions League sein? Will man einen Spieler - wie etwa Edin Dzeko - ernsthaft dafür bestrafen, dass er in einer Mannschaft spielt, die nunmal auf allerhöchstem Niveau nicht mithalten kann? Weil er der einzige Diamant ist?

Das kann es doch nicht sein.

Darüber hinaus drückt die Kicker-Rangliste eine gewisse Verachtung für die Bundesliga aus. Für Weltklasse und Internationale Klasse genügt es nicht, konstant gute Leistungen in der Bundesliga abzuliefern. Das reicht dem Kicker nicht. Siehe etwa Jaroslav Drobny, der in einer schwachen Mannschaft in der Rückrunde hervorragende Leistungen gezeigt hat und nicht ohne Grund nun beim HSV mit seinen internationalen Ansprüchen spielt. Trotzdem landet er - genauso wie Jörg Butt - nur “im weiteren Kreis”.

Allein diese Aussage, diese beiden Spieler seien nicht “Internationale Klasse” - unabhängig von den Maßstäben, die der Kicker vielleicht ansetzt - allein der Klang dieses Begriffs; nach dem Motto, diese beiden Spieler mögen Propheten im eigenen Lande sein, woanders sind sie nicht zu gebrauchen, zeigt, wie schlecht doch schon die Ranglisten-Kategorien gewählt sind.

Mit dieser Liste kann der Kicker nur eines tun: Fans und Spieler vor den Kopf stoßen.

Einerseits werden so abstrus hohe Maßstäbe angesetzt, das nicht mal der Torwart des Fast-Triplesiegers in der internationalen Klasse landet; anderseits bezeichnet man die Kategorien so, dass sich jeder nicht aufgeführte Spieler wie ein Einbeiniger fühlen muss:

Nicht mal im Blickfeld?

Diesen Schock mussten bis auf neun sämtliche Torhüter der deutschen Eliteklasse verkraften. Darunter illustre Namen wie Logan Bailly oder Faryd Mondragon, die in der vergangenen Rückrunde zweifellos zu den Leistungsträgern ihres Vereins gehörten.

Der Kicker veröffentlichte zu Beginn der Ranglisten eine Statistik. Viermal Weltklasse, zehnmal internationale Klasse verteilte man für diese Rückrunde. Was das aussagt? Von über 400 Spielern der Bundesliga waren nur vierzehn gut oder sehr gut. Der Rest? Dienst nach Vorschrift. Oder Füllstoff. Mitläufer. Wasserträger.

Nein, lieber Kicker. Diese Kategorien sind nicht mehr und nicht weniger als totaler Humbug, der den deutschen Fußball kleiner macht, als er ist. Die Bundesliga ist knapp davor, wieder die Nummer 3 in Europa zu werden. Die deutsche Nationalmannschaft ist als Vize-Europameister aktuell Dritter in Südafrika geworden. Und trotzdem: Nur vierzehn Spieler sind im oberen Drittel anzusiedeln?

Der Kicker verfolgt mit dieser Politik offenbar eine Strategie der Verknappung. Wenn der Kicker mal Weltklasse oder Internationale Klasse vergibt, soll dies etwas besonderes sein. Dafür verwendet man aber so allgemeine Begriffe, die der Durchschnittsfan, der sich nicht mit den Kicker-Regularien der Ranglisten beschäftigt, vollkommen anders versteht. Rein vom Begriff her, nochmals, müsste jeder Spieler, der im oberen Viertel der Liga beschäftigt ist, über internationale Klasse verfügen, da er ja international spielt. Jeder Nationalspieler müsste, rein vom Begriff, über internationale Klasse verfügen. An diesem Begriff hakt es am meisten, gar nicht so sehr an dem der Weltklasse - so diffus auch dieser gewählt ist.

Die Kategorien, die sowohl falsch benannt wie auch falsch abgegrenzt sind, sind aber nicht der einzige Makel der Ranglisten.

Der Kicker setzt Maßstäbe an, die kaum ein Bundesliga-Spieler erfüllen kann. Philipp Lahm kommt von einer seiner stärksten Halbserie zurück, spielte für Bayern hinter Robben eine überragende Saison, sowohl nach vorne wie hinten. Und lieferte genau dasselbe noch mal für Deutschland bei der WM ab.

Und der Kicker?

Internationale Klasse.

Was bitte soll Lahm noch tun, um in die Weltklasse á la Kicker vorzurücken? Lahm stellt derzeit zusammen mit Sergio Ramos den besten Rechtsverteidiger der Welt dar. Was fehlt da noch zur Weltklasse? Es fällt einem nach größtem Bemühen nichts ein.
Neben Lahm werden nur noch zwei weitere Außenverteidiger überhaupt “im weiteren Kreis” aufgeführt - Stuttgarts Molinaro und Wolfsburgs Riether.
Der Rest? Wie gesagt, die müssen sich wie Einbeinige fühlen. Unter anderem Jerome Boateng, der Man City immerhin 12 Mio Euro wert war. Und nun von den strengen Kicker-Auguren im “Blickfeld” verortet wird.

Manuel Neuer war bei der WM einer der drei besten Torhüter. Aber auch hier genügt es nicht zur Weltklasse. Diego Benaglio, top für Wolfsburg, top für die Schweiz. Blickfeld. Bitte? Muss man nicht verstehen.

Dafür verordnet man hinter Arjen Robben in der Weltklasse gleich acht Spieler auf der offensiven Außenbahn. Aber nicht in der internationalen Klasse. Au contraire. Da ist natürlich keiner. Sondern “im weiteren Kreis”. Nein, auch das muss man nicht nachvollziehen können. Immerhin tauchen 14 Spieler der Bundesliga auf dieser Position auf, somit fast die Hälfte der auf diesem Posten Aktiven, die die Kriterien des Kickers zur Bewertung erfüllten.

Schlussendlich erreicht der Kicker aber, was er will. Man sorgt in der Fußballlosen Zeit für Diskussionen. Aber eine ernsthafte Bewertung ist mit diesen Kategorien schlicht nicht möglich, schon gar nicht, wenn man solch absurd hohen Ansprüche stellt wie das Nürnberger Traditionsmagazin. Und es wäre nicht ganz so ärgerlich, wenn man die Bundesliga nach der Lektüre der Ranglisten nicht als Hort der Blinden dargestellt sehen würde, die international nichts zu melden hat.

Tags: Bundesliga · Fußball · Sport

Bisher 19 Kommentare ↓

  • 1 Stefan (bayer04blog) // 22. Jul 2010 um 16:45

    Ich bin nicht im Besitz des Kickers, deswegen kann ich selbst nicht nachschauen. Deckt sich den diese Liste wenigstens mit den Kickernoten? (Link: http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/spieltag/1-bundesliga/2009-10/topspieler-der-saison.html)

    Oder sind Spieler in einer höheren Kategorie, obwohl sie rein notentechnisch eigentlich zu den Kollegen eine Etage tiefer gehören?

  • 2 RealityCheck // 22. Jul 2010 um 16:57

    Schau mal bei Transfermarkt. Im Forum sind alle bisher veröffentlichten (TW, IV, AV, AS) Ranglisten zu finden.

    Auf den ersten Blick fällt mir die Diskrepanz bei Wiese und Müller auf. Wiese auf Platz 2, internationale Klasse, Müller undefiniert im Blickfeld. Und natürlich die Nummer 1 der Rangliste, Manuel Neuer. Alle sechs Torhüter vor Neuer in der Notenliste sind hinter Neuer in der Rangliste.

    Hyypiä ist nur Nummer 4, hinter Friedrich, Höwedes und Hummels.

  • 3 Stefan (bayer04blog) // 22. Jul 2010 um 17:03

    Ja okay, das sagt ja schon alles. Die Kickernoten halte ich nämlich noch für halbwegs gut getroffen. Zumindest kenne ich keine Internetseite und kein Printmedium, die die Noten besser trifft.

  • 4 Frankfurter Löwe // 22. Jul 2010 um 18:51

    Neuers Einstufung wurde aber vom Kicker explizit mit der guten WM erklärt.
    Zur angesprochenen Problematik. Auch ansonsten finde ich die Ranglisten im Großen und Ganzem nachvollziehbar. Streitgfälle gibt es immer, zB Aogos Nichtberücksichtigung finde ich einen Witz. Aber man merkt schon, dass sich die Redaktion Mühe gibt. ZB Hyppiä war einfach nicht mehr so gut wie in der Hinrunde

    In der Tat ist die Rangliste sehr streng, zu streng? Beispiel Lahm. Er gehört sicher zu den fünf besten Außenverteidigern der Welt. Etwa auf einer Stufe mit Maicon, Dani Alves und Sergio Ramos. Er spielt auf hohem Niveau, und auch wenn er schlecht spielt, ist er noch gut, um Hermann Gerland zu zitieren. Für mich ein klarer Fall von Weltklasse, hat ein Klasse-Halbjahr hinter sich.
    Auf der anderen Seite finde ich es schon in Ordnung, dass die Kriterien so anspruchsvoll sind. So ist es eine klare Auszeichnung für einen Spieler, wenn ihn der Kicker für Weltklasse hält. Das wäre nicht mehr der Fall, wenn es jedes Halbjahr ein Dutzend Weltklassespieler gäbe.

    Apropos: Mein Tipp für die anderen drei Wk-Spieler in diesem Halbjahr. Schweinsteiger, Dzeko und Müller. Wer wettet dagegen.

  • 5 RealityCheck // 22. Jul 2010 um 21:12

    Wie erwähnt, bei “Weltklasse” kann man sich jedes Jahr über ein, zwei Spieler streiten. Das wird dann allerhöchstens im Vergleich zu anderen internationalen Spielern ein “Problem”, die in der öffentlichen Wahrnehmung aufgrund selektiver Betrachtung des durchschnittlichen Fans zu gut wegkommen, wie etwa Cristiano Ronaldo, Lucio oder erst Recht Robinho, die von vielen per se in der Weltklasse verortet würden - nach Kicker-Maßstäben aber nur in der IK landen würden bzw. letzterer sogar nur im Blickfeld.

    Meine größten Probleme habe ich mit der Bezeichung “Internationale Klasse”. Das ist ein Begriff, der seitens des Kickers viel zu hoch angesiedelt wird. Besser wäre hier etwa “International Herausragend” oder ähnliches. Internationale Klasse bedeutet für mich schon viel weniger.

  • 6 BBL // 23. Jul 2010 um 9:54

    Ich bin ganz froh, dass der Kicker diese extrem strengen Bewertungen anlegt. Wer per se Weltklasse für Stars fordert, soll halt die SportBild lesen, da gibt es 1 mit Sternchen zur Genüge. Aber der Kicker stuft meiner Meinung nach die Spieler sehr realistisch ein. Wer sich die ausführliche Begründung im Magazin durchliest, statt nur auf die bloße Tabelle zu schauen, kann die Kriterien auch sehr viel ehr nachvollziehen.

    Ein Phillip Lahm z.B. is zweifellos ein sehr guter Spieler. Aber erstens hat er immer wieder kleine Aussetzer in der Defensive (siehe England-Spiel), zweitens gewinnt er keine Spiele für seine Mannschaft. Ein Arjen Robben ist eben Weltklasse, weil ohne ihn de Bayern durch die Bundesliga stolperten und mit (und vor allem wegen) ihm im Champions-League-Finale standen. Da hatte man beim Zusehen bisweilen das Gefühl, der Gegenspieler wäre am liebsten weinend aus dem Stadion gerannt, weil er absolut keine Schnitte sah. Gleiches lässt sich z.B. über einen Kahn zu seiner Topzeit sagen, über einen Zidane, oder auf Lahms Position, einen Roberto Carlos. Das ist für mich Weltklasse, und der Kicker trifft das imho ganz gut.

    Natürlich kann man über einzelnen Platzierungen diskutieren. Mir kommen z.B. die deutschen WM-Spieler zu gut weg, die in der Bundesliga eher nur mittel überzeugt haben. Aber dafür ist die Rangliste ja da. Und die Redakteure geben sich reichlich Mühe, ihre Urteile zu begründen.

  • 7 amo // 23. Jul 2010 um 10:04

    ich finde das ist so ganz typisch für “uns” und vor allem für die allermeisten reporter bei live-übertragungen, sei es ein wm-turnier oder die champions league: “uuuuhhh da kommen die engländer, alles stars, alles superstars, alles riesenkönner!” - und dann nichts. oder wenn real madrid gegen bayern antritt, man könnte meinen, die ewige aura der spanier verdreht dem einen oder anderen den kopf, noch zu zeiten eines alternden roberto carlos z.b., was wurde da die ehrfurcht rausgekehrt, dabei waren das auch alles nur namen und marken und nur weil an einem kuffour kein etikett geklebt hat, war er doch ganz oben dabei, ja, gleichwertig einem hierro! auch heute kann man aber dieses phänomen (wir nix, italien/spanien alles) sehr gut beobachten.

  • 8 Johannes // 23. Jul 2010 um 11:36

    Habe nach der Hälfte mit dem Lesen dieses über-aufgeregten Artikels aufgehört.

    Im weiteren Kreis:
    sportmedienblog (IK.-2)

  • 9 gerrit // 23. Jul 2010 um 12:23

    Prinzipiell finde ich das gut, dass der kicker so überstreng ist. Klar, man könnte sagen, “was muss der Lahm noch spielen, damit…”- aber das ist doch relativ leicht zu beantworten.

    Keine Willy-Sagnol-Gedächtnis-Gurken aus dem Halbfeld mehr, sondern sich per Doppelpass mit Robben oder Müller bis zur Grundlinie durchtanken, und von dort dem Mario Gomez oder Klose die Pille so aufs Geschlechtsteil zirkeln, dass alle sagen “Ja, das Tor hätt ich auch erzielt.”

    Überraschende Flankenwechsel, z.B. in den Lauf von Ribery, dass der gar nicht anders kann als seinen Frust wegzuballern.

    Bei Ecken auf den kurzen Pfosten den Ball derart verlängern, dass jemand wie Pranjic auch mal ein Erfolgserlebnis hat. Sowas halt, was überraschendes. Denn seien wir ehrlich, schlecht isses nie, was der kleine spielt, überraschend ist nur, dass er mit den immer gleichen Tricks durchkommt.

  • 10 Mario // 23. Jul 2010 um 15:51

    Meiner Meinung nach erhält diese “Rangliste” mehr Aufmerksamkeit, als sie verdient. Für mich ist das keine “Rangliste des deutschen Fußballs”, sondern nicht mehr als eine persönliche Favoritenliste der Redakteure des kicker. Mehr als zur Kenntnis nehmen sollte man das nicht.

  • 11 Lars // 23. Jul 2010 um 16:00

    “Manuel Neuer war bei der WM einer der drei besten Torhüter. Aber auch hier genügt es nicht zur Weltklasse. ”
    Guckt eigentlich niemand die Spiele an? Wieso ist man ein guter Torwart, wenn man sich anschießen lässt? Neuer hat jede Flanke unterlaufen, die in den Strafraum gekommen ist und hatte Glück, dass nur ein Tor gegen England dabei rausgekommen ist (gegen Ghana stand ja noch Lahm auf der Linie). Beim nicht gegebenen 2:2 stand er zu weit vorm Tor und wurde überspielt. Und sonst hatte er bei der WM nichts zu halten bzw wurde angeschossen.
    Wie schlecht waren denn die anderen Torhüter, wenn Neuer damit unter den drei besten war?

  • 12 Peter // 23. Jul 2010 um 16:14

    Am schlimmsten ist, dass der Kicker den seit 2 Jahren solidesten zentralen Abwehrspieler der Bundesliga einfach überhaupt nicht erwähnt. Neven Subotic ist sicherlich nicht zur Weltklasse zu zählen. Ihn aber überhaupt nicht zu erwähnen kann man nur mit fortlaufender Vergreisung der Redaktion begründen. Ansonsten sehe ich die “Klassifizierungen” als unproblematisch. Man muss die Kategorien nur für sich umdeuten. Blickfeld: Nationalmannschaftsverdächtig | Weiterer Kreis: Nationalmannschaft | Internationale Klasse: Stammspieler in der Nationalmannschaft | Weltklasse: Michael Ballack :)

  • 13 anon // 23. Jul 2010 um 21:37

    “Ein Phillip Lahm z.B. is zweifellos ein sehr guter Spieler. Aber erstens hat er immer wieder kleine Aussetzer in der Defensive (siehe England-Spiel), zweitens gewinnt er keine Spiele für seine Mannschaft. Ein Arjen Robben ist eben Weltklasse, weil ohne ihn de Bayern durch die Bundesliga stolperten und mit (und vor allem wegen) ihm im Champions-League-Finale standen.”

    Und dank wem konnte Robben in Bayern so abgehen? Na? -_-

    die kategorien sind wirklich schwachsinn…wer das schönredet (oder: sie für sich umdeutet - wtf) dem ist halt nicht mehr zu helfen ;)

    nicht, dass die kicker-rangliste das maß aller dinge wäre, aber wenn man schon ranglisten / statistiken anfertigt, sollte man sie sinnvoll anlegen. Soll heißen: eindeutige kategorien!

    “Ballack: Blau, Ramos: Gelb, Lahm: eher so lila.” Käme - übertrieben gesagt - aufs gleiche raus ;)

    und ja: neuer war RICHTIG richtig schlecht!
    ich fand die deutschen im allgemeinen nich so propper…solilde leistung, keine frage - aber die gegner waren auch unglaublich schlecht imho..
    England und Argentinien so hoch zu schlagen hat schon was, aber man muss sich halt auch die leistung der gegner ansehen…wo waren messi und rooney? und: gibts überhaupt noch andere spieler in den beiden mannschaften? ;)

    Hype³

    Ansonsten: Marios Post..

  • 14 thomas // 26. Jul 2010 um 11:17

    ziel des kicker wurde erreicht:

    man redet in der fussballosen zeit über das magazin. in spätestens einer woche ist diese rangliste wieder vergessen …

  • 15 Name // 27. Jul 2010 um 19:44

    Die Spieler in den Ranglisten werden ja nicht nur mit den Spielern von heute verglichen sondern auch mit früheren Spielern.
    Wenn z.B. Kahn 3-4 Mal in die Weltklasse eingestuft wurde und heute würden die drei NM-Torhüter auch “Weltklasse” sein, wären die Ranglisten von vor 10 Jahren nichts mehr wert. Und weiter gedacht: Die heutigen Ranglisten wären in ein paar Jahren auch nichts mehr wert.

    Außerdem sind es IMHO absolute Kriterien: Weltklasse bedeutet halt, derjenige ist ein Star (aufgrund Leistung!) in jeder Mannschaft dieser Welt.
    Internationale Klasse ist eben, dass derjenige mit der Leistung des letzten halben Jahres international in jeder Mannschaft spielen hätte können.

    Und nur weil man aus der eigenen Mannschaft herausragt, ist man noch lange nicht spitze - es geht immer um den Vergleich mit dem Gegner. Und wenn der einem die Bälle um die Ohren haut, kanns eben keine Weltklasseleistung sein…

  • 16 trg // 28. Jul 2010 um 15:29

    Zwischen “internationale Klasse” und “Weltklasse” muss man vielleicht “internationale Spitzenklasse” einführen, sollte man unter Weltklasse wirklich nur die Beckenbauers, Ronaldos und Co. verstehen.
    Interessant wäre ja mal eine Einstufung der europäischen Top-Ligen. Wo Messi eingestuft wird steht außer Frage, aber Lampard, Ferdinand oder Busquets?

    Ich halte nichts von Ranglisten, Prozente und Noten, als könne man die Leistung auf so einfache Begriffe runter rechnen.

    Überflüssig wie ein Klotz am Bein, damit wollen die nur Leser anlocken. Inhaltlich ist das Müll.

  • 17 trg // 28. Jul 2010 um 15:37

    Oder man sieht das mit “Weltklasse” nicht so eng und führt eine Kategorie “Legende” ein. Da kommen dann die Typen rein, die 3 mal die CL gewinnen oder 100 mal Weltklasse waren. Dass ist dann keine Einstufung der aktuellen Leistung mehr sondern des Status im Fußball.
    Wer interessiert sich denn sonst noch für Ranglisten von 2002. Und nur weil Kahn damals weltklasse war darf Torhütern diese Bewertung heute nicht verschlossen bleiben. Der eine erreicht internationale Klasse in der Champions League, der andere in der Nationalelf oder eben “nur” in der Bundesliga.

  • 18 der sportmanager // 31. Jul 2010 um 17:33

    Morgeeen!

    Zunächst mal Gratulation zu einem herrlich streitbaren Thema und Post!

    Ich habe mich auch oftmals gewundert, warum der ein oder andere Spieler durchaus zu überzeugen wusste, nicht aber die Aufmerksamkeit der Redakteure gewinnen konnte…

    Es ist und bleibt nun mal eine subjektive Kategorisierung eines Fachmagazins. Fußball ist für mich eine Sportart, welche sich nur schwer in “objektiven” harten Zahlen bewerten und ausdrücken lässt. Das ist es aber auch was die Sportart so beliebt macht. Jeder kann seine Meinung dazu äussern, ohne dass er die Kenntniss von ausführlichen Statistiken oder gar eine passende Ausbildung vorweisen muss. Ganz egal ob es der kleine Junge von der Straße oder der “allwissende” Redakteur in seinem weichen Sessel in Nürnberg ist.

    Viele Grüße

  • 19 eld // 6. Jan 2011 um 21:51

    Wie kommt ihr drauf dass Lahm Weltklasse ist? Total overrated dieser Lahm… offensiv bringt er gar nichts und das sollte man schon draufhaben für Weltklasse.

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