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NBA 2K14 - Das letzte Hurra dieser Generation?

29. Oktober 2013, 9:27 · 5 Kommentare

Ich bin ein großer Fan der “2K-Serie”, noch aus Zeiten von Sega Sports. Für die Jüngeren, eine kleine - keine Angst, nicht zu lange - Geschichtsstunde:

Sega erhielt für seine im Jahre 1999 veröffentlichte neue Konsole, die Dreamcast, aus diversen Gründen keine Unterstützung von EA Sports. Weder FIFA, noch Madden, noch NHL, auch kein NBA Live - nichts. Diese Titel gab es auf der alles dominierenden Playstation 2, nicht auf Segas neuer Plattform. Da eine Konsole aber vor allem in den USA unbedingt Sportspiele, vor allem Football, benötigt, war eine “Eigenproduktion” zwingend notwendig. Die “2K-Serie” war geboren, der erste Titel war NFL2K. Ein Überraschungserfolg und von vielen immer noch als besser als Madden angesehen. Besonders bei der Präsentation setzte man neue Maßstäbe, die letztendlich auch die EA-Serien erheblich beeinflussten. Nicht zuletzt sorgte die enorme “Bedrohung” durch NFL2K für den von vielen kritisierten exklusiven Lizenzdeal von EA Sports mit der NFL. NFL2K erschien nicht in Deutschland. Erst, als die 2K-Serie in einer Kooperation mit ESPN auch auf Playstation 2 und Xbox kam, schaffte man den Sprung über den Atlantik.

Was es aber schon immer - auch auf Dreamcast - in Deutschland gab, war die Schwesterserie von NFL2K, NBA2K. Ich habe mein originales Exemplar immer noch daheim liegen und hüte es wie meinen Augapfel. Denn dieses Spiel war die Offenbarung. [Weiter lesen →]

→ 5 KommentareTags: Basketball · Medien · Spiele

Bruno Labbadia, Lebensabschnittsgefährte

8. Oktober 2012, 10:24 · 11 Kommentare

Ich kann gewisse Dinge nicht akzeptieren, wenn der Trainer wie der letzte Depp dargestellt wird, als hätte er gar keine Ahnung!

Sprach der (Noch-?)Trainer des VfB Stuttgart, gestern auf der Pressekonferenz nach dem Heimremis gegen Bayer Leverkusen (Quelle u.a. hier). Die Vergleiche zu Giovanni Trappatoni kamen sofort auf. Wutrede, Vulkanausbruch. Was hat da alles geschwelt in dem Ex-Stürmer.

Die Zuschauer sind aufgewiegelt durch absolute Unwahrheiten. Holzhauser wäre nicht mehr beim VfB, wenn ich nicht mein Veto eingelegt hätte. Die Trainer sind nicht die Mülleimer von allen.

Mit “von allen” meinte Labbadia vor allem die Medien (Quelle u.a. hier), die er für die aufgeheizte Stimmung im Umfeld der Schwaben verantwortlich macht.

Doch liegt das Problem wirklich in externen Einflüssen begründet? Leidet nicht Labbadia an einer Form von Selbstüberschätzung, angesichts seiner Trainer-Vita? [Weiter lesen →]

→ 11 KommentareTags: Bundesliga · Fußball · Sport

Don’t mix sports and politics?

6. August 2012, 20:12 · 1 Kommentar

Nadja Drygalla, deutsche Ruderin aus Rostock (Klischee!), findet sich während den Olympischen Spielen im Scheinwerferlicht der Öffentlichkeit. Aber nicht, weil sie positive sportliche Schlagzeilen macht, sondern weil Deutschlands Massenmedien doch mal ihren Wikipedia-Eintrag gelesen haben und die private Verbindung zu Michael Fischer offenbarten, einem (Ex-?)NPDler, den sie in eben jenem Rostocker Ruderclub kennen und lieben gelernt hat.

Und wie es so oft ist, wenn man - aufgrund mangelnder deutscher Erfolge - nichts zu schreiben hat, dominiert Nadja und der (Ex-?)Nazi den Boulevard. Darf so jemand? Ja was eigentlich? Was will die Öffentlichkeit eigentlich? Was wollen die Medien?

Die Moralkeule kreist, ohne dass ein wirkliches Ziel offenbar wird. [Weiter lesen →]

→ 1 KommentarTags: Medien · Olympia · Politik · Sport

Liebe Telekom: Schluss mit der Geldverschwendung!

30. Januar 2012, 20:29 · 13 Kommentare

Georg Kofler ist nicht der beste Kronzeuge, mit dem man ein Plädoyer für die Vernunft beginnen sollte. Sei es drum. Die eine Saison, in der einerseits arena über Sat und im Kabel, andererseits PREMIERE im IPTV der Telekom die Bundesliga produzierte, beschrieb der große Zampano aus Südtirol als “Geldverschwendung par excellence”.

Zwei Sender bzw. Unternehmen, die eine komplette Sendeinfrastruktur für das teuerste und wichtigste Sportrecht Deutschlands unterhielten und finanzierten - schon auf den ersten Blick ist offensichtlich, dass man hier Überkapazitäten schafft. Wenn ARD und ZDF zeitgleich Prinzenhochzeiten übertragen, kann man das noch mit viel Fantasie als “öffentlich-rechtlichen Auftrag” fernab von den Gesetzen des Marktes abtun. Dass aber privatwirtschaftliche Unternehmen, die zudem noch börsennotiert sind, sich genauso verhalten, will auch zweieinhalb Jahre nach Start des Projekts “LIGA total!” nicht in jeden Kopf. Und nun, kurz vor der Neuausschreibung der Bundesliga-Rechte, möchte man der Telekom zurufen:

Es ist Zeit, diese Geldverschwendung zu beenden. [Weiter lesen →]

→ 13 KommentareTags: Bundesliga · Fußball · Medien · TV

Sky Sport News HD - Ein Fazit am Ende des Free-TV-Fensters

18. Januar 2012, 19:06 · 11 Kommentare

Mit viel Brimborium ist Anfang Dezember das neue Sportflaggschiff von Sky, Sky Sport News HD, gestartet. Eine neue Ära sollte dieser Sender einleiten, aus mehreren Gründen. Nicht nur für Sky, den Pay-TV-Anbieter aus München, der lange Jahre knapp vor der Pleite stand und nun unter Ägide des News Corp Managements erstmals den Anschein macht, kurz vor dem dauerhaften Erreichen der Gewinnschwelle zu stehen.

Um für den neuen Sender ordentlich Promotion zu betreiben ließ man den Kanal in den ersten gut sechs Wochen unverschlüsselt auf die Menschheit los. Am Freitag fällt die Pay-Schranke und es ist Zeit für ein erstes Fazit. [Weiter lesen →]

→ 11 KommentareTags: Bundesliga · Champions League · Fußball · Medien · TV

Aktion Libero

16. November 2011, 0:00 · Kein Kommentar

Ein Spiel dauert neunzig Minuten. Zumindest im besten Fall, für schwule Profifußballer dauert das Versteckspiel ein Leben lang: Keiner wagt es, seine Homosexualität offen zu leben. So schön Fußball auch ist – Ressentiments halten sich in seinem Umfeld hartnäckig.

Ein unerträglicher Zustand! Ob jemand schwul  ist, oder rund, oder grün, das darf keine Rolle spielen. Wir alle sollten ein bisschen besser aufpassen – auf unsere Worte, unser Denken, unsere Taten: Die Freiheit jedes Einzelnen ist immer auch die eigene Freiheit.

Wir schreiben in unseren Blogs über Sport, und unsere Haltung ist eindeutig: Wir sind gegen Homophobie. Auch im Fußball.

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Sportkommentator - Traumjob und Knochenjob

1. November 2011, 19:05 · 10 Kommentare

Karsten Linke, geboren 1963, ist Kommentator bei sportdigital. Der Pay-TV-Sender aus Hamburg widmet sich unter dem Banner „Football around the World“ auch Fußballligen, die nicht so sehr im Fokus der Öffentlichkeit stehen. Mit der Serie A hat man ein echtes Highlight im Portfolio, aber auch die 2. Liga Englands, die Championship, oder die holländische Eredivisie haben ihren festen Platz bei sportdigital. Herr Linke stand am Mittwoch, den 26. Oktober 2011 während seiner Vorbereitung auf das Abendspiel der Serie A, Napoli gegen Udinese, einigen Fragen Rede und Antwort.

Herr Linke, vielen Dank für das Gespräch. Zunächst ein paar Fragen zu Ihrer Person. Wie lange sind Sie jetzt schon Sportkommentator?

Angefangen hat meine Fernsehlaufbahn bei Sat. 1 im Jahr 1990. Ich habe vorher für das Golf-Magazin von Gruner + Jahr geschrieben und hatte dann gehört, dass Harry Valerien zu Sat.1 nach Hamburg kommen wird. Das war für mich eigentlich der Auslöser, auch zum Fernsehen zu gehen. Ich fand Valerien schon damals als junger Mann ganz toll, wenn er mit seinem gelben Pullover das Sportstudio moderierte. Als ich dann erfuhr, dass ich möglicherweise mit ihm arbeiten könnte, habe ich bei Gruner + Jahr gekündigt und bei Sat.1 angefangen. Dort habe ich erst freiberuflich gearbeitet und dann ein Volontariat gemacht – obwohl ich bereits ausgebildeter Zeitungsredakteur war. Als im Jahr 1992 dann ran und Michael Lion dazukamen, bin ich auch im Job mit Fußball mehr und mehr in Kontakt gekommen. [Weiter lesen →]

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Was bedeutet das EuGH-Urteil für mich als Fan?

7. Oktober 2011, 19:44 · 2 Kommentare

Nichts.

Nachdem das Thema nun ein paar Tage sacken konnte, wird eines klar: Das “TV-Erdbeben”, das “Bosman-Urteil für’s Pay-TV” ist ausgeblieben. Wer etwas anderes behauptet, hat das Urteil nicht verstanden oder will es nicht verstehen.

Pay TV wird nicht billiger. Sky verliert nicht die Exklusivrechte. Sky bekommt keine Konkurrenz aus dem Ausland. Man kann nicht einfach nun ein Abo in Griechenland abschließen.

Das Urteil hat im Grunde genommen nur zwei Konsequenzen:

Rechteinhaber können ihren Lizenznehmern nicht mehr vertraglich vorschreiben, dass diese Rechte nur für regional begrenzte Teile der EU gelten. Solche Klauseln sind unwirksam.

Wer zudem es irgendwie schafft, ein Abo im Ausland abzuschließen, hat nun nichts mehr von staatlichen Stellen zu befürchten. In Deutschland war dies sowieso eher ein theoretisches Problem, in Großbritannien sah dies schon anders aus.

Was sich nicht ändert:

Auch weiterhin kann kein Kunde verlangen oder gar einen ausländischen Anbieter zwingen, ihm ein Abo zu verkaufen. Wenn der Pay-TV-Betreiber sein Abo nicht außerhalb seines Kernmarktes anbieten will, dann war es das.

Der praktische Nutzen des Urteils für den Fan ist daher - auch wenn viele Medien es unerklärlicherweise anders darstellen - im mikroskopischen Bereich zu finden.

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Gladbach 2011/12, Hertha 2008/09 - das Lucien-Favre-Deja-Vu?

25. September 2011, 17:08 · 2 Kommentare

Hertha BSC, 2008/09: 14 Siege mit nur einem Tor Unterschied.

Borussia Mönchengladbach, 2011/12: Nach sieben Spieltagen fünf Siege mit einem Tor Unterschied.

Nicht nur auf dem Papier sind die Parallelen auffällig. Lucien Favres Handschrift, die die alte Dame Hertha BSC vor drei Saisons zwischenzeitlich an die Spitze der Bundesliga und in der Endabrechnung auf Platz 4 gebracht hat, zeigt sich nach nicht mal einem Jahr des Wirkens am Niederrhein nun auch bei der Fohlen-Elf.

Was mit einem Sieg - als einzige Mannschaft bisher - bei den Bayern begann, der noch gerade so als glücklich und das Resultat von individuellen Fehlern des Rekordmeisters eingeordnet werden konnte, ist die derzeitige Siegesserie kein Zufall mehr.

Der Schweizer Trainer zeigt erneut, dass er es versteht, wie er aus einem äußerst begrenzten Spielermaterial mehr rausholt als auf den ersten Blick möglich erscheint. [Weiter lesen →]

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Der FC Bayern 2011 - Den Gegner mit den eigenen Waffen schlagen

19. September 2011, 18:46 · 4 Kommentare

Nach zehn Pflichtspielen ist es an der Zeit, ein erstes Zwischenfazit zu ziehen. Der FC Bayern hat von seinen ersten zehn Auftritten in der neuen Saison 2011/12 unter Jupp Heynckes neun Spiele gewonnen und eines verloren, dabei musst man nur ein einziges Gegentor verbuchen.

Diese erstaunliche Bilanz ist nicht Ergebnis eines Kaufrausches im Sommer, wie es etwa 2007/08 der Fall war, oder auch nicht der mangelnden Qualität der Gegner geschuldet. Denn wie oft war es zuletzt der Fall, dass der FCB - personell top besetzt - an auf dem Papier schlechteren, aber top eingestellten Gegnern scheiterte? Man möchte exemplarisch nur auf Hannover 96 verweisen, die bei aller Liebe ihre Vorzüge nicht in der individuellen Klasse haben.

Doch was ist diese Saison anders? Es ist ganz einfach. Jupp Heynckes hat erkannt, mit welchen Mitteln die Gegner des Rekordmeisters zuletzt diesen auf ihr Niveau “heruntergezogen” haben und dann auf diesem ebenen Spielfeld Vorteile in anderen Kategorien als eben jener sagenumwobenen individuellen Klasse bewiesen.

Das Zauberwort heißt Einsatz und taktische Ordnung. [Weiter lesen →]

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