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Jugendarbeit im Eishockey - Desperate Times call for Desperate Measures

4. März 2010, 19:40 · 1 Kommentar

Zwei nur auf den ersten Blick singuläre Ereignisse im deutschen Eishockey haben den Blick der Öffentlichkeit mal wieder deutlich auf einen Missstand geworfen, der immer offensichtlicher wird. Der Misserfolg der deutschen Nationalmannschaft im olympischen Eishockey-Turnier mit sage und schreibe keinem einzigen Punkt und die drohende Insolvenz der Kölner Haien lassen Überlegungen über die Zukunft der Jugendarbeit im deutschen Eishockey notwendig werden.

Die DEL rühmt sich gerne, eine der erfolgreichsten Eishockey-Ligen Europas zu sein. Kunststück, mag man sagen, leiden doch die Ligen von sportlich besseren Verbänden in Osteuropa und Skandinavien unter den wirtschaftlich deutlich schlechteren Rahmenbedingungen. Heißt: Selbst ein durchschnittliches deutsches Produkt würde sich in der europäischen Spitzengruppe positionieren, einzig die russische KHL ist dank Oligarchen-Rubel-Millionen vollkommen außer Reichweite.

Auch über die inzwischen doch erkleckliche Zahl an deutschen Profis in der NHL rühmt man sich, und zwar nicht ganz zu unrecht. Jochen Hecht, Marco Sturm, Christian Ehrhoff - alle sind sie Leistungsträger in ihren Organisationen. Hinzu kommen Spieler wie Dennis Seidenberg oder Marcel Goc, die sich ihres Platzes in der besten Liga der Welt sicher sein können.

Doch kratzt man etwas an der Oberfläche, sieht man deutliche Probleme an der Substanz des deutschen Eishockeys. Und immer dann, wenn eine Krise ins Haus steht - wie nun die drohende Insolvenz des Aushängeschilds Kölner Haie - wird einem dies noch bewusster. Denn genau diese Haie überlegen nun, angesichts der Fehlbeträge die Axt dort anzulegen, wo viel Kapital hineinfließt und der Ertrag erst deutlich später herauskommt: Bei der Jugendarbeit.

Daher ist es an der Zeit, über vollkommen neue Wege nachzudenken, um die Jugendarbeit im deutschen Eishockey auf vollkommen andere Füße zu stellen:

Die Abspaltung der Verantwortung über die Elite-Jugendarbeit von den Seniorenklubs. [Weiter lesen →]

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Sportjournalismus ist eben doch Lokalpatriotismus

14. Februar 2010, 11:11 · 7 Kommentare

Ruud van Nistelrooij ist ein absoluter Topstürmer. Auch mit seinen nunmehr 33 Lenzen, auch mit seinen diversen Verletzungen in der Vergangenheit. Keine Frage. Damit man Torschützenkönig von Eredivisie, Premier League, La Liga und Champions League wird, muss man über individuelle Klasse verfügen. Und, wie heißt der Spruch so schön:

Form is temporary, class is permanent.

Dennoch muss man eines anmerken. Den Großteil und Höhepunkt seiner Karriere hat van Nistelrooij mit seiner Zeit bei den absoluten Topklubs Manchester United und Real Madrid sicherlich hinter sich. Auf diesem Niveau wird er noch zwei, mit viel Glück auf der gesundheitlichen Seite sogar drei Jahre abliefern können. Und wenn es anders wäre, wäre er nicht zum Hamburger SV gewechselt.

Trotzdem wird der Transfer von (vorwiegend Hamburger) Medien über Gebühr gefeiert, als sei es die Wiederkehr des Messias - was sicher für den HSV stimmt, aber die Ankunft des heiligen Ruud wird auch zuweilen als größter Transfer der Bundesliga proklamiert. [Weiter lesen →]

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DFB-Pokal: Werder - Hoffenheim

9. Februar 2010, 20:20 · 1 Kommentar

[22.24 Uhr] Endstand 2-1 Kein überragend gutes Spiel, aber doch überdurchschnittlich. Hoffenheim war nur etwa eine halbe Stunde im Spiel, ansonsten war Bremen ständig überlegen, ohne das Spiel frühzeitig abzuschließen.

Marko Marin mit einigen guten Impulsen nach vorne. Wenn er seine Fallsucht noch etwas mehr in den Griff bekommt und einen Hauch effektiver spielt, ohne seine Unberechenbarkeit zu verlieren, kann das ein ganz großer werden. Hugo Almeida mit einem guten Auftritt nach der Einwechslung.

Hoffenheim bleibt in dem Loch, in dem sie seit einiger Zeit hängen. Anstatt nach der guten Vorrunde 2008/09 den nächsten Schritt nach vorne zu machen, hat man seit einem Jahr zwei, drei Schritte nach hinten gemacht. Die Verletzungen bei wichtigen Spielern wie Tobias Weis oder Demba Ba kann man schlicht nicht auffangen.

Werder Bremen unter dem Strich verdient im Pokal-Halbfinale. [Weiter lesen →]

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Warum die Kritik am Sky-Basispaketmodell scheinheilig ist

9. Februar 2010, 19:59 · 27 Kommentare

Angeregt durch eine Falschmeldung der Sat+Kabel, dass Sky angeblich nicht einmal ein Jahr nach Relaunch ein neues Angebotsmodell plane, entzündete sich an vielen Stellen die alte Diskussion um die Paketstruktur des großen deutschen Bezahl-TV-Anbieters erneut. Und natürlich auch diesmal im Mittelpunkt der Kritik: Das Basispaket Sky Welt, welches zwingend abonniert werden muss, um eines der Premiumpakete Film, Sport und Bundesliga erwerben zu dürfen.

Doch die Kritik an diesem Modell ist scheinheilig, verkürzend und vor allem kurzsichtig. [Weiter lesen →]

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Schlecht gebrüllt, Löw(e)

5. Februar 2010, 0:27 · 11 Kommentare

Ob signing fee, ob Bierhoffs Veto, ob Kompetenzgerangel um die U21 - der Grund wabert weiter im Dunkeln, die Konsequenzen sind klar. Die auslaufenden Verträge der Spätzle Connection um Joachim Löw werden nicht wie zuvor von DFB und Löw’schem Quartett angestrebt und per Handschlag unter Männern vereinbart schon vor der Weltmeisterschaft in Südafrika verlängert.

Doch was jeder mit etwas gesundem Misstrauen trotz aller Liebesbekundungen auch am heutigen Tage zum Trotz erkennen muss: Allein ein herausragender Erfolg bei der WM dürfte Löw, Bierhoff und Entourage über den Juli hinaus im Sessel halten.

Nicht nur das zerdepperte Porzellan im Rahmen der nun gescheiterten Vertragsverlängerung hat beim DFB erkennbar für Unverständnis und Unbehagen gesorgt. Auch die sportliche, hier vor allem spielerische Entwicklung und Löws Verständnis von Menschenführung sollen auf mehr Widerstand gestoßen sein, als Theo Zwanzigers öffentliches Bekenntnis zum Bundestrainer vermuten ließ. [Weiter lesen →]

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Green & Gold till the Club is sold

31. Januar 2010, 12:25 · Kein Kommentar

So manchem dürfte in den letzten Wochen aufgefallen sein, dass im Umfeld von Spielen des englischen Meisters Manchester United die Schals in den Farben des Ursprungsvereins Newton Heath zu erblicken sind. Doch die Wiederentdeckung der Farben Grün und Gold ist nicht nur dem allgemeinen Retrotrend geschuldet, vielmehr steckt dahinter eine aktuelle Aktion der Fans der Red Devils.

In dem Fanforum von Man Utd, RedCafe.net, war in den letzten Wochen einige Bewegung in das Thema gekommen und die dort abgebildete Fahne fand sich dann gegen Hull City auch im Stadion (siehe Pitch Invasion).

Im Carling Cup Rückspiel gegen Manchester City waren die Schals dann schon so prominent im Publikum vertreten, dass selbst DSF-Kommentator Uwe Morawe sich bemüßigt fühlte, diese anzusprechen - ohne den tieferen Hintergrund jedoch zu erwähnen.

Doch die Glazers wären nicht die Glazers, wenn sie nicht selbst aus dieser Gegenbewegung versuchen würden, einen Profit zu schlagen. [Weiter lesen →]

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Die Quoten des britischen Sky Sports analysiert

5. Januar 2010, 22:03 · 12 Kommentare

Angeregt durch eine Diskussion im britischen Digital Spy Forum habe ich mir mal die Einschaltquoten der Kanäle von Sky Sports in Großbritannien angesehen. Die User dort ermittelten die Quoten der NASCAR-Rennen, da inzwischen einiges Bangen eingesetzt hat, ob der britischen Pay-TV-Primus auch in Zukunft die populärste US-Rennserie im Programm haben wird.

Was ein User des Forums herausgefunden hat, indem er die öffentlich zugänglichen wöchentlichen Top 10 Quoten der vier Sportsender mit den Sendeplätzen von NASCAR abgeglichen hat: Kein Rennen erreichte mehr als 31.000 Zuschauer.

Das vorletzte Rennen im NASCAR Sprint Cup Chase am 15. November verbuchte in der sonntäglichen Prime Time sogar nur 19.000 Zuschauer.

In diesem Zusammenhang ist es interessant - auch die grundsätzliche Bewertung des TV-Marktes für Sport TV, auch in Deutschland, betrachtetend - sich einmal die TV-Quoten gewisser Programme bei Sky Sports anzusehen. [Weiter lesen →]

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Wie Shinya Aoki MMA in Verruf bringt

2. Januar 2010, 14:45 · Kein Kommentar

In Japan ist es seit einigen Jahren Tradition, dass die dortigen Kampfsport-Promotions am Silvesterabend aufbieten, was sie können, und das Jahr mit einem wortwörtlichen Kracher ausklingen lassen. Zuerst war es nur die auch im deutschsprachigem Raum durch die Übertragungen bei Eurosport, den bis dato erfolgreichsten Deutschen Stefan Leko und den leider viel zu früh verstorbenen Schweizer Andy Hug recht bekannte K-1 Kickbox-Promotion, folgten dann in den späteren Jahren auch MMA-Veranstalter mit vergleichbaren Supershows, die in den größten Arenen Japans vor nicht selten über 80.000 Zuschauern stattfanden. Oftmals gab es für diese Shows auch sportlich zweifelhafte Kämpfe, etwa zwischen MMA-Kämpfern und Wrestlern, auch andere japanische Berühmtheiten ohne professionellen Kampfsporthintergrund traten ab und an mal in den Ring.
Bekanntestes Beispiel für einen solchen recht zweifelhaften Kampf war das Aufeinandertreffen des ehemaligen Footballers Bob Sapp und des Sumo Yokozunas Akebono bei Dynamite 2003.

Doch neben solchen für den ernsthaften westlichen Sportfan wenig attraktiven Kämpfen findet sich auf den Cards der Japaner auch so manches Kampfsport-Juwel. Doch leider gab es dieses Jahr einen Vorfall, der einen Schatten auf MMA selbst werfen könnte. [Weiter lesen →]

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Die Sky Spätnachrichten, mit Brian Sullivan

2. Dezember 2009, 21:40 · 3 Kommentare

Live aus den NBC Studios aus New York, nein, aus der PR-Abteilung des Pay-Senders aus München flatterte nach Börsenschluss um 19.24 Uhr folgende Pressemitteilung herein, die den Abschied von Sky Deutschland CEO Mark Williams zum Ende März 2010 ankündigt.

Mark Williams legt zum 31. März 2010 aus persönlichen Gründen sein Amt als Vorstandsvorsitzender der Sky Deutschland AG nieder. Der Aufsichtsrat der Sky Deutschland AG hat heute Brian Sullivan, derzeit Managing Director Customer Group der British Sky Broadcasting Ltd. (BSkyB), mit Wirkung zum 1. Januar 2010 zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden ernannt. Sullivan wird in dieser Funktion zunächst drei Monate lang an Williams’ Seite tätig sein, ehe er mit Wirkung zum 1. April 2010 neuer Vorstandsvorsitzender der Sky Deutschland AG wird.

Als Grund für Williams’ Abschied werden persönliche Gründe angeführt. Auch wenn diese oft gebrauchte Formulierung Spekulationen Tür und Tor öffnet, sprechen die Anzeichen doch dafür, dass diese auch tatsächlich der Hauptbeweggrund waren. Ebenso zeigt die Personalie Sullivan - anders als es etwa bei den ebenfalls gehandelten Schmidt und de Posch der Fall gewesen wäre - dass das Deutschland-Geschäft weiterhin im Fokus der Mutter News Corp steht und es nicht lokalen Managern ohne längere News-Vergangenheit überlassen wird. [Weiter lesen →]

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Nachrichten sind wie Bundesliga

2. Dezember 2009, 20:16 · 4 Kommentare

In Medienkreisen gibt es seit einigen Tagen kaum ein anderes Thema. ProSiebenSat1, immerhin die zweitgrößte Senderkette des deutschen Privatfernsehduopols, betrachtet den Nachrichtenanteil im Programm und den Sender N24 als wirtschaftliches Problem, bei dem mehr oder weniger Hopfen und Malz verloren sei. Man habe, anders als der große private Konkurrent RTL viel zu spät in den Aufbau der Nachrichtenkompetenz investiert, und nun sei es dafür auch eher zu spät. Besonders heikel wird diese Sichtweise für den Sender und Dienstleister N24, der die Nachrichten für die Senderfamilie produziert und nun vor einem Umbau oder einem Verkauf steht.

Sendergruppen-Chef Thomas Ebeling hat zwar nicht ganz Unrecht, wenn er schlussfolgert, dass man mit Nachrichten kein Geld verdienen könne, sondern nur für gutes Image bei Politikern sorgen könne. Doch leider unterschätzt er die Tragweite der positiven Aspekte eines Nachrichtenangebots für einen Privatsender - trotz der nicht oder schwer refinanzierbaren Kosten.

Insofern sind Nachrichten für einen TV-Sender nicht viel anders als die Fußball-Bundesliga. [Weiter lesen →]

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