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Hopp im Glashaus

15. Juni 2009, 19:17 · 14 Kommentare

Dietmar Hopp, Hoffenheimer Mäzen, Multimilliadär, sieht also nicht den Sinn hinter der astronomischen Transfersumme von 94 Mio Euro, die Real Madrid an Manchester United für den Transfer von Cristiano Ronaldo zu zahlen bereit ist. So zumindest in einem Interview mit der Bild am Sonntag erklag es aus seinem Munde.

Ich frage mich: Was verspricht sich Real von Ronaldo? Wenn sie glauben, dass sie das Geld refinanzieren können, gehen sie ein sehr, sehr, sehr hohes Risiko ein, dann haben sie an einem sehr, sehr großen Rad gedreht.

Ich gehöre auch zu den Leuten, die mit der Achsel zucken.

Nun, so manch einer dürfte angesichts dieser Wahnsinnssumme, die der spanische Rekordmeister hier auf den Tisch legt, mit den Achseln gezuckt haben. Aber nicht anders ging es vielen, als sie im Sommer 2007/08 von diesen Transfers hörten:

1 Mio für Vedad Ibisevic. 2 Mio für Per Nilsson. 3 Mio für Demba Ba. 5 Mio für Chinedu Obasi. 7 Mio für Carlos Eduardo.

Ein Aufsteiger aus der Regionalliga in die 2. Bundesliga investiert 18 Mio in neue Spieler. Und das sind noch die konservativen Zahlen und Rechnungen.
Im Folgejahr ließ man dann noch mal über 10 Mio für neue Spieler folgen.

Wenn man diese Investitionen nun mal ins Verhältnis zu den möglichen Einnahmen, die man in Zukunft mit den Spielern erzielen kann, setzt, dämmert es einem, dass die Hopp’sche Schatullenöffnung in der vorletzten Sommerpause nicht so weit von einem Ronaldo entfernt ist.

In der 1. Bundesliga gab es in der Saison 2007/08 laut den Wirtschaftsprüfern von Ernst & Young maximal 29,11 Mio aus dem TV-Vertrag zu verdienen (via fussball-szene.de), in der gerade abgelaufenen waren es laut Bild 28,11 Mio - die beide Male vom deutschen Rekordmeister Bayern kassiert wurden.

Die TSG Hoffenheim dagegen kassierte nur 13,31 Mio in ihrer Premierensaison im deutschen Oberhaus.

Wagt man nun den Blick auf die iberische Halbinsel, ist die Sache natürlich etwas einfacher - dank der Einzelvermarktung der Klubs stehen die TV-Einnahmen relativ sicher fest. Real Madrid kassiert für seine Ligaspiele rund 150 Mio Euro. Hinzu kommen die Einnahmen aus der Champions League, die erfolgsabhängig ausgeschüttet werden. Manchester United etwa nahm in der Saison des letzten Titelgewinns im Vorjahr42,9 Mio Euro ein. Selbst der unterlegene Finalist Chelsea konnte noch 36,4 Mio Euro einstreichen.

Pi mal Daumen kann das neue Real Madrid daher mehr oder weniger sicher mit TV-Einnahmen von fast 200 Mio rechnen. Marketing- und Merchandisingeinnahmen sind hier noch gar nicht eingerechnet.

Hoffenheim hat also mit ca. 30 Mio in zwei Transferperioden über das Doppelte seiner TV-Einnahmen der ersten Bundesliga-Saison für Transfers ausgegeben, noch krasser wäre das Verhältnis, wenn man es in Relation zu den TV-Einnahmen in der 2. Liga setzt, die selbst für einen Aufsteiger bei unter 5 Mio Euro liegen.

Dagegen erscheint die Quote von nur 50% der TV-Einnahmen, die Madrid für Ronaldo auf den Kopf haut, geradezu winzig.

Man darf daher nicht nur die absoluten Zahlen, die sicherlich wahnsinnig erscheinen, betrachten, sondern muss die Rahmenbedingungen berücksichtigen.
Und besonders sollte man nicht eine moralische Position einnehmen und über andere Vereine urteilen, wenn man selbst zwei Jahre zuvor vergleichbar Verrücktes getan hat. Bei aller Wertsteigerung, die Ba & Co. inzwischen erfahren haben.

Tags: 2. Liga · Bundesliga · Champions League · Fußball · Sport

Bisher 14 Kommentare ↓

  • 1 Hirngabel // 15. Jun 2009 um 22:50

    Wobei Du natürlich hier auch leicht “unsauber” argumentierst. Denn bei Real nimmst Du einen einzigen Spieler und bei Hoffenheim die kompletten Transfers von zwei Spielzeiten.

    Keine Frage, dass Hopp da definitiv im Glashaus sitzt bei solchen Äusserungen, aber mit Deiner Argumentationskette bewegst Du Dich dann doch eher im rein populistischen Bereich, denn Du vergleichst hier schon sehr krumme Werte miteinander.

  • 2 RealityCheck // 15. Jun 2009 um 23:14

    Ja, nur hätte ich da ja rein theoretisch bis zum Ende der Transferperiode warten müssen. Und selbst wenn man Kaka und vielleicht Villa hinzudenkt oder gar das bereit gestellte Transferbudget von 300 Mio Euro, kommt man nicht über diese Quote, die das Hopp’sche Hoffenheim investiert hat.

    Und im Gegensatz zur TSG:

    Das Geld, was Madrid nun unter die Leute bringt, hat man - mal kritikwürdige Aspekte wie den Verkauf des Trainingsgeländes zu alles andere als Marktkonditionen und die Stuervorteile außer Acht gelassen - selbst hereingeholt. Von den 300 Mio stammt, glaubt man den Medienberichten, keine einzige von Florentino Perez.

    Deswegen halte ich die Transfersummen der Madrilenen für Ronaldo, Kaka & Co., so irre sie auf den ersten Blick wirken mögen, für weniger kritikwürdig als die absolut gesehen läppischen 30 Mio für Demba Ba und Kollegen.

  • 3 Hirngabel // 16. Jun 2009 um 0:54

    Wie gesagt, in der Sache stimme ich Dir durchaus zu - wobei ja Hopp bei weitem nicht der einzige ist, der dies kritisiert, obwohl er selbst das gleiche Spiel spielt (schöne Grüße an diverse Barca-Granden).

    Mir ging es halt mehr um die Art und Weise des Beitrags mit meinem Kommentar. Und die ist nun mal nicht so richtig geschickt gewesen.
    Wenn ich so dreist sein darf. =)

  • 4 erz // 16. Jun 2009 um 2:08

    Ich finde es außerdem unredlich, ausgerechnet den entscheidenden Unterschied in der Budgetierung auszuklammern:

    Die Kaderplanung orientiert sich natürlich auch konkret an erhofften Einnahmen durch Marktwertsteigerungen. Und darüber hinaus durch realistische Einschätzung der Ertragssituation - wäre ohne Investition in neue Spieler der Sprung in die erste Liga mit Zugriff auf höhere Fernsehgelder möglich gewesen? Und ist die mangelnde Kadertiefe nicht ein gewichtiger Grund des Scheiterns der Qualifikation für den internationalen Wettbewerb, den man nun gezielt angeht?

    Und die Gehaltsgefüge hast du in deine Berechnungen auch nicht einfließen lassen. Oder potentielle Abschreibungsmodelle und die verschiedenen Steuergesetzgebungen. Die Buchhaltung von Fußballclubs lässt sich anhand von Transfersummen allein einfach nicht eindeutig nachvollziehen.

    Wie Hopp schlüssig sagte: Ronaldo wurde sicher nicht mit dem Ziel gekauft, bei einem zukünftigen Transfer noch gewinnbringend weiter verkauft zu werden. Hoffenheim hat aber sicher noch nicht die Arroganz, sich als den logischen Höhepunkt einer jeden Fußballerkarriere zu verstehen. 1mio für Ibisevic? Der hat seinen Wert bis zur Verletzung grob geschätzt verzwanzigfacht!

  • 5 Austhromas // 16. Jun 2009 um 9:00

    Ich schwimm da auf der Welle von erz. Hoffenheim hat das Geld mit Blick auf die Zukunft investiert. Alle geholten Spieler dort haben das Potential zu einem weitaus höheren Wert verkauft zu werden.

    Real dagegen kalkuliert mit so etwas überhaupt nicht. Ich bin mir sicher, dass niemand mehr für einen Ronaldo in den nächsten Jahren 100 Mio. oder mehr auf den Tisch legen wird, detto für Kaka und Co.

    War ja bereits bei Peres’ letztem Antritt der Fall. Wieviel haben die an Transfereinnahmen für Zidane, Ronaldo, Figo und Beckham kassiert?

    Und was neben den Transfereinnahmen (das sind ja Einmalzahlungen) nicht zu vernachlässigen ist, sind die gesamten laufenden Gehaltskosten, die ja zw. Hoffenheim und Real in keinster Relation stehen.

    Natürlich muss ein Hopp mit seinen Aussagen vorsichtig sein, aber m.E. steht hinter seinem Engagement und finanziellen Einsatz eine gewisse unternehmerische Vision und finanzpolitisches Kalkül dahinter. (ähnlich Red Bull mit 5 Fußballklubs und 2 F1-Teams).

    Bei Real dagegen sehe ich nur einen egozentrischen Präsidenten, der sich Zustimmung und Anerkennung um jeden Preis erkaufen will (btw. lt. meinen Medienquellen sind die 300 Mio. Transfergeld komplett aus Peres’ Privatschatulle bzw. von seinem Baukonzern)

  • 6 zechbauer // 16. Jun 2009 um 11:25

    Das stimmt nicht so ganz: Real Madrid hat in der Vergangenheit Rekordtransfers auch zu mehr Geld gemacht (ohne noch höhere Ablösesummen), durch Merchandising und Werbeverträge und die Wertsteigerung der Marke Real Madrid. Ein Beckham ist das Paradebeispiel dafür. Für Madrid hat sich das richtig gelohnt.

    Ich finde den hier angebrachten Vergleich gar nicht so abwegig. Natürlich ist das nicht alles Eins zu Eins auf Hoffenheim zu übertragen, aber auch Hopp’s finanzielles Engagement war auf Ebene eines Zweitliga-Klubs (und auch schon davor) ein exhorbitantes Aufblasen mit Geld. Dass ausgerechnet er sich nun beim Ronaldo-Transfer zu Wort meldet, zeigt die ganze Verlogenheit dieser aufgeregten Diskussion.

  • 7 Shubitidze // 16. Jun 2009 um 17:42

    Ich bin ein großer Fan dieses Blogs, aber dieser Beitrag war der weitem schächste, den ich bis dato hier gelesen habe. Ausdrücklich bin ich kein Hoffenheim-Fan, genauso deutlich machst Du jedoch Deine tiefe Abneigung gegen diesen Verein.

    Du hast - wie schon in anderen Kommentaren beschrieben - einen enorm wichtigen Punkt vergessen: Die Steigerung der Marktwerte der Spieler und die damit verbundene Chance, nicht nur die Kosten auszugleichen, sondern sogar Gewinne mit Spielertransfers zu erzielen.

    Hypothetischer Fall: Hätte man Ibisevic nach der Hinrunde verkauft und ließe Ba nun folgen, so nähme die TSG bereits durch diese zwei Transfers mehr Geld ein, als man für alle Top-Transfers bis dato bezahlt hat. Und trotzdem würden Eduardo, Obasi und Beck weiter in Sinsheim spielen.

    Du hättes also nur dann Recht, wenn Hoffenheim nicht junge, weitgehend unbekannte Spieler verpflichtet hätte, sondern Kandidaten wie Frings oder Kuranyi. Dem ist aber bekanntlich nicht so.

    Bei Ronaldo ist der Fall vollkommen anders gelagert: Ein gewinnbringender Verkauf ist keinesfalls geplant und zudem absolut nicht denkbar. Trotzdem bin aufgrund der extremen Vermarktungschancen nicht unbedingt der Meinung, dass der Ronaldo-Transfer finanziell unsinnig ist. Das ist aber ein anderes Thema.

  • 8 dogfood // 16. Jun 2009 um 20:08

    Es gibt ein sehr geiles Interview der Hamburger Morgenpost mit Didi Beiersdorfer [1], der u.a. auch auf die Ausbildungsentschädigung von Kaka und Ronaldo hinweist: “Bei Kakà ist es ja auch so - São Paulo bekommt einen höheren Entschädigungsbetrag aus der Ablösesumme, die Real nun an Milan zahlt, als sie seinerzeit aus Mailand an Ablöse kassiert haben.”

    Zudem sollte man nicht unterschlagen, dass die 94 Mio EUR nicht nur eine reine Transfersumme sind, sondern auch die Abgabe sämtlicher Vermarktungsrechte von Ronaldo enthalten. Dabei geht es nicht nur um T-Shirts. Im falle von Beckham floss z.B. die Kohle aus einer Vodaphone-Kampagne mit Beckham, an Real.

    Ähnlich lief es auch bei Zidane. Zitat Beiersdorfer: “Als Real Zinédine Zidane 2001 für 73 Millionen geholt hat, haben sie 300 Millionen Euro an Marketinggeldern eingenommen. Da steht ein Businessmodell dahinter.”

    Das ausgerechnet Hoffenheim-Hopp sich nun nicht für ein Businessmodell erwärmen kann …

    [1] http://www.mopo.de/2009/20090616/sport/hsv/wir_brauchen_mehr_kreativitaet.html

  • 9 RealityCheck // 17. Jun 2009 um 9:15

    Ad “Wertsteigerungen”

    Natürlich ist das ein Faktor, der Hopps Investitionen sinniger und stimmiger erscheinen lässt. Aber es bleibt dabei - Hoffenheim wäre, als Aufsteiger in die 2. Liga, ohne Hopp’sche Kapitalspritzen niemals in der Lage gewesen, diese Spieler zu holen, die dann eben anderthalb Jahre später ihren Wert um 300% gesteigert haben.

    Man kann nicht auf den dritten Schritt verweisen, wenn es schon am ersten scheitern würde.

    Die ganze Kritik am Modell Hopp hängt sich doch daran auf, dass da ein unterklassiger Verein eine enorme Anschubfinanzierung erhält, die jedem anderen aufgrund der sonst strenger angewendeten 50+1-Regel verwehrt bleibt.

  • 10 Chucky // 17. Jun 2009 um 19:49

    @RealityCheck:
    Eigentlich schätze ich Deinen Blog auch sehr, aber dieser Beitrag ist fast schon unter Bild-Niveau.
    Dein –Ad “Wertsteigerungen”– verschlimmert Deine vorherigen Ausführungen sogar noch.

    Am Rande: Ich bein definitv auch kein Hoffenheim-Fan

    Im ersten Beitrag ist eigentlich jeder Absatz in sich schon vollkommen unstimmig.

    Beispiel:

    - Hof. hat, mit dem erklärten Ziel 1.BuLi, in zwei Jahren, 28 Mio an Ablösen investiert. Ja, und? Wie viele haben die anderen 17 Bundesligisten i.Vgl. in den 2 jahren investiert?

    - Du vergleichts die Ausgaben aus zwei Saisons mit den Einahmen einer. Wo liegt die Logik?
    Zitat: “Hoffenheim hat also mit ca. 30 Mio in zwei Transferperioden über das Doppelte seiner TV-Einnahmen der ersten Bundesliga-Saison für Transfers ausgegeben, noch krasser wäre das Verhältnis, wenn man es in Relation zu den TV-Einnahmen in der 2. Liga setzt, die selbst für einen Aufsteiger bei unter 5 Mio Euro liegen.”
    Dann sei doch bitte konsequent (deine genannten Zahlen verwendet):
    Fernsehgelder aus den letzten beiden Spielzeiten: 18,3 Mio
    Transferausgaben: 28 Mio

    - Wie oben schon oft gesagt, solltest Du die Marktwerte bzw. Buchwerte der jeweiligen Spieler berücksichtigen, die als AKTIVA in die Bilanz eingehen. Das ist doch der wirklich relevante Wert und da geht dein Beispiel Hoffenheim mal sehr stark nach hinten los. Da wäre evtl Schalke 04 das treffender Beispiel gewesen.

    Und dann noch Dein –Ad “Wertsteigerungen”–
    Entschuldige, les dies doch selbst nochmal und dann Dein eigenes Thema und sag dann, wo der Zusammenhang liegen soll. Klingt eigentlich nur ein wenig nach “Hoffenheim = Hopp = Böse im Sinne der Fußball-Romantik”

    Zitat:
    “Aber es bleibt dabei - Hoffenheim wäre, als Aufsteiger in die 2. Liga, ohne Hopp’sche Kapitalspritzen niemals in der Lage gewesen”
    Das ist Unstrittig, aber was ist daran zwingend schlecht? Hätte eine Bank, also analog zu Deinem Ausgangspunkt Real Madrid, das Geld vorfinanziert, wäre dies besser? Wohl eher nicht, oder?

    Hätte irgendein Club unterhalb der üblichen Top 6-8, ohne eine externe Anschubfinazierung, die Möglichkeit, auf Dauer “oben” mitzuspielen? Das dieser ausgerechnet in Sinsheim sitzen muß, finde ich auch fraglich…
    Auf der anderen Seite hat man bei Hertha, um sie als Hauptstadt club hochzubringen, doch nichts anderes gemacht, allerdings wurde da viel mehr Geld, viel sinnfreier verbrannt.

    Das System in Deutschland sieht nunmal so aus, daß der Erste auch mehr bekommt, als der letzte und dies hat nunmal mit der Zeit zu Folge, daß sich eine gewisse “Klassengesellschaft” bildet.

    Nun ein Gedankenspiel:
    In den USA (analog dem “Draftsystem”) bekommt ja der schlechteste, den Besten, um auf die Jahre hingesehen eine gewisse Ausgeglichenheit zu gewährleisten. Wenn der Tabellenletzte in der BuLi (Abstieg beiseite gelassen), nun jedesmal das meiste TV-Geld bekommen würde, wäre die BuLi dann interessanter und ausgeglichener???
    Wäre es nicht so, daß die Clubs mit dem größten Fanpotenzial, dann das größte Budget hätten, da ja Eintrittsgelder, Einnahmen aus Merchandising etc wichtiger wären???
    Nur mal so zur Diskussionsanregung…

    Nochmal kurz zu Deinem Blogeintrag:
    Steh über der Sache! Gebe vielleicht einfach zu, daß Dein Eintrag nicht der geschliffenste war und Du Dich beim Thema “Hoffenheim” nicht beherrschen kannst NEUTRAL zu bleiben. Ist ja auch OK, aber argumentiere bitte nicht im BILD-Stil.

  • 11 Austhromas // 17. Jun 2009 um 19:58

    @ RC: nicht böse sein, aber
    Zitat: “Hoffenheim wäre, als Aufsteiger in die 2. Liga, ohne Hopp’sche Kapitalspritzen niemals in der Lage gewesen, diese Spieler zu holen, die dann eben anderthalb Jahre später ihren Wert um 300% gesteigert haben.”
    ist im Vergleich mit Real nicht ganz nachvollziehbar.

    Wer bezahlt denn die Transfers bei Real? Nicht der Verein, nicht Sponsoren, sondern einzig allein el Presidente Perez. Wo also liegt hier nun der Unterschied zu Hopp und Hoffenheim? Wäre Real in der Lage gewesen, ohne Perez für Kaka und Ronaldo mal so flockig 150 Mille hinzulegen? Ich bezweifle das !

  • 12 RealityCheck // 17. Jun 2009 um 22:27

    Gebe vielleicht einfach zu, daß Dein Eintrag nicht der geschliffenste war…

    Das gebe ich nicht zu, auch wenn es vielleicht… ;)

  • 13 dogfood // 17. Jun 2009 um 23:30

    Wer bezahlt denn die Transfers bei Real? Nicht der Verein, nicht Sponsoren, sondern einzig allein el Presidente Perez.

    Das ist so nicht richtig.

    Ad1 wissen wir inzwischen, dass Real vor kurzem Kredite in Höhe von über 150 Mio EUR aufgenommen hat, mit den TV-Einnahmen als Pfand.

    Ad2: der Vertrag mit Ronaldo wurde bereits letzten Sommer von Perez’ Vorgänger fix gemacht, inkl. der Transfersumme. Es gab nur eine Ausstiegsklausel für Real, weil bekannt war, dass es einen neuen Präsidenten gab. Nachdem aber Perez grünes Licht gegeben hab, blieb der Vertrag gültig.

  • 14 B.Schuss // 19. Jun 2009 um 8:38

    Hopp labert doch bloss. Wenn er in der selben Situation wäre wie Real, er hätte es doch genau so gemacht. Nur ist die TSG halt noch nicht so weit. Dort wird Mehrwert aus dem Verkauf von Spielern generiert, die ihren Marktwert während ihrer Zeit beim Verein erhöht haben.

    Unabhängig davon wie viel Ronaldo gekostet hast, seine Verpflichtung wird vermutlich das dreifache oder mehr aus Marketingeinnahmen in die Kassen von Real spülen. Siehe #8.
    Was Real in den nächsten Jahren alleine aus Trikotverkäufen etc. wegen dem Typen kassieren wird, vermag ich mir kaum vorzustellen.

    Es steckt immer ein Business-Modell dahinter, ob jetzt in Hoffenheim, oder in Madrid.

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