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Michael “Bully” Herbig ist erblindet

22. Juli 2008, 16:35 · 1 Kommentar

Muss wohl so sein. Denn sonst könnte man nicht Gefahr laufen, das Computerspiel Bully - Die Ehrenrunde mit dem Komiker/Schauspieler/Bayern-Fan Michael “Bully” Herbig zu verwechseln oder in Verbindung zu bringen. Das behauptet zumindest seine Anwältin in einer Klage (via Spiegel Online) gegen den Spielepublisher Take Two Interactive. Und damit nicht genug, es wird noch - das macht der gute Bayer so - darauf hingewiesen, dass es sich bei dem Spiel um ein böses Gewaltspiel handele, mit dem man nichts zu tun haben möchte. Hmmm.

Wenn man sich das Spielcover (amazon.de) ansieht, ist dort ein Junge in Schuluniform mit Kurzhaarfrisur und ein schwarzhaariger, grimmig dreinblickender Mann im Anzug zu sehen. Als Comicfiguren. Aber kein Michael “Bully” Herbig. Und auch kein Mr. Spuck. Kein Winnetouch. Wie soll man das bitte verwechseln oder mit dem Münchner Komiker in Verbindung bringen? Genau, gar nicht. Außer man ist blind und bekommt nur den Titel in Braille vorgelegt. Ja, dann kann man wirklich auf so eine Idee kommen.

Das lustige ist ja, dass das Spiel, als es vor ein paar Jahren zum ersten mal für die Playstation 2 veröffentlicht wurde, für den europäischen Markt in Canis Canem Edit umbenannt wurde. Aber nicht wegen dem Spaßmacher aus dem Süden unserer Republik, sondern aufgrund von Protesten in Großbritannien, da dort zum Zeitpunkt des Releases mal wieder ein paar Vorfälle von Jugendgewalt auftraten. Man mixe dies mit Protesten von aufgeregten Eltern- und Lehrerverbänden, und prompt lenkt ein Publisher ein.

Da hat Michael “Bully” Herbig ja Glück gehabt, dass die Portierungen für Xbox 360 und Wii in Europa unter dem ursprünglichen Titel Bully vermarktet wurden. Sonst wäre einem ja der schöne Prozess durch die Lappen gegangen.

Ach ja, wie steht’s eigentlich mit Herrn Herbigs Klage gegen den Clark-Film Bully? Und in dem Film geht’s heftiger zu als in dem bösen Gewaltspiel. Oder gegen den Deutschen Eishockey-Bund? Heißt der Bully doch tatsächlich immer noch Bully. Könnte man ja verwechseln. Und da prügeln sich die Spieler auch noch. Schlimm alles.

Oder will Michael “Bully” Herbig nur die Kriegskasse auffüllen? Falls mal Magirus-Deutz ihn verklagt, weil er sich deren Spitznamen angeeignet hat…

Tags: Spiele · Und noch was...

Bisher 1 Kommentar ↓

  • 1 der echte Bully // 19. Aug 2008 um 12:38

    Also wer nicht weiß, dass das Spiel mit dem Komiker nix zu tun hat und sich es holt, weil er denkt, dass es was mit dem Komiker zu tun hat, sag ich nur: “selbst schuld, wenn man nichtmal weiß, was man sich kauft.” Dafür gibt es ja Cover und die Beschreibungen auf der Rückseite der Spielhülle!

    Man sollte schon wissen - wenn man einen Kauf eingeht - was man sich kauft!!!!! Ist Gesetz!

    ps: außerdem hieß ich als aller erster Bully! und verklag ich jemanden, weil meine freunde denken, dass ich der Komiker oder der Typ im Spiel bin??? oder weil ich Geld haben will?

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