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Californication

22. Juli 2008, 14:48 · 3 Kommentare

Passend zum Titel des Blogs behandelt der erste richtige Eintrag natürlich? Genau. Kein sportliches Thema. Sondern die exzellente TV-Serie Californication.

Derzeit läuft Californication auf dem Pay TV Sender AXN, der in diversen Paketen abonnierbar ist (etwa Kabel Digital Home oder PREMIERE STAR). Aber im Herbst wird es sie auch bei RTL2 und im ORF zu sehen geben. Wer bisher noch kein AXN hat, sollte es aber auch nicht unbedingt jetzt nur dafür abonnieren, denn die erste Staffel ist übernächste Woche durchgesendet. Zumal die technische Seite (4:3 Letterbox) auch ein dicker Minuspunkt für AXN ist.

Californication läuft in den USA bei dem Premium-Pay-Sender Showtime, einem Konkurrenten vom in Deutschland bekannteren HBO. Showtime gehört zu Viacom, denen etwa auch das Hollywood-Studio Paramount und der Musiksender MTV gehört.

So, Rahmenbedingungen abgehandelt.

Worum geht’s in der Serie und warum ist sie es wert, dass sie den ersten Eintrag in diesem Blog bekommt?

Die Serie handelt von dem Schriftsteller Hank Moody, gespielt von Fox Mulder David Duchovny, der seit einiger Zeit unter einer Schreibblockade leidet. Er hatte einen Riesenhit mit seinem Roman, der sogar verfilmt wurde (wenn auch nach Hanks Meinung absolut furchtbar und weit entfernt von der Vorlage - jedoch war auch der Film sehr erfolgreich). Doch danach kam - nichts.
Auch privat setzte es einen Misserfolg, seine Lebensgefährtin Karen (Natascha McElhone), die Mutter seiner 13jährigen Tochter, verließ ihn, da er sie partout nicht heiraten wollte, und zog zu einem anderen Mann. Moodys Agent nervt ihn, dass er wieder etwas schreiben solle - zum Beispiel ein Blog (!) für Karens Verlobten (!!) - und um dem ganzen die Krone aufzusetzen fühlt sich der New Yorker Hank Moody im oberflächlichen Los Angeles nur noch angenervt und deplaziert.

Moody vertreibt sich - da seine große Liebe Karen ihn verschmäht und lieber den langweiligen Neuen heiraten möchte - mit mehr oder weniger ernsthaften Frauengeschichten. Und so beginnt auch die Serie. Hank im Bett mit einer attraktiven Schwarzhaarigen. Die ihn beim Sex schlägt. Und die sich am nächsten Tag als die 16jährige Tochter des Verlobten seiner Exfreundin herausstellt…

Grundsätzlich ist Sex ein, wenn nicht überhaupt das Thema der Serie. Für die prüden Amis natürlich ein Fall für den konservativen Elternverband PTC, wenn es ständig nackte Brüste zu sehen und obszöne Wörter zu hören gibt, in Deutschland erregte nur die Eröffnungssequenz mit dem (geträumten) Blowjob einer Nonne kurz ein wenig Anstoß. Und das ist schon übertrieben. Ein kurzer Absatz in der Programmzeitschrift “TV DIGITAL” im Rahmen eines Artikels über die Serie. Naja, mal abwarten, was die BILD macht, wenn es dann im Herbst bei RTL2 nicht mehr unter Ausschluss der Öffentlichkeit läuft.

Trotzdem - wieso eigentlich trotzdem? Braucht eine edgy Serie einen Skandal, um erfolgreich, um gut zu sein? Nö. Auch wenn es nicht schadet. Californication ist gut. Sehr gut sogar.

Deshalb ‘ne klare Schau-Empfehlung, ob nun auf AXN, RTL2 oder DVD.

Tags: TV

Bisher 3 Kommentare ↓

  • 1 Ghost Dog // 24. Jul 2008 um 22:27

    Herzlich Willkommen auf der anderen Seite der Kommentare!

    Ich bin nur etwas unschlüssig, wohin ich das Blog in meinem Feedreader kategorisieren soll. Ich habe “Sport” und “Medien”. Beider gleichzeitig geht nicht. Was soll ich tun? Münze werfen? Mutti fragen?

  • 2 Hirngabels ultimativer Serienguide zur Season 07/08: My Name is Earl / Californication. « Hirngabel // 31. Jul 2008 um 23:44

    [...] der darf gerne auch mal bei RealityCheck im neueröffneten, aber schon jetzt sehr empfehlenswerten Sportmedienblog nachlesen, was er zu der Serie zu sagen [...]

  • 3 NoteMe // 30. Sep 2008 um 19:59

    Was ist denn da schiefgelaufen? Fiel den Schreibern nichts mehr ein, oder warum sind die Prämissen von Californication Staffel 1 und Nip/Tuck Staffel 5 so nah beieinander?

    Komisch.

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